Mission Netflixable

November 10th, 2010

Als großer Filme- und Serienfan war und bin ich immer auf der Suche nach günstigen Möglichkeiten Filme legal anzuschauen. Deutschland bietet in diesem Segment einiges aber meines Erachtens nicht genug.
Zu den vorhandenen Lösungen gehören natürlich die klassischen Videotheken, welche mit Filmflatrates locken. Diese sind jedoch eingeschränkt auf DVDs und alte BlueRays. Eine deutlich interessantere Alternative wäre Lovefilm. Hier kann gemütlich der Film über deren Website bestellt werden und man bekommt den Film direkt in den Briefkasten geliefert. Obwohl auch Lovefilm eine Flatrate anbietet und ich den Dienst über 6 Monate genutzt habe, war mir der Weg von meiner Wohnung zum nächsten Briefkasten einfach zu ungemütlich. Deshalb machte ich mir Gedanken über VideoOnDemand. Wichtig dabei ist mir, dass der Anbieter zum einen viele Filme anbietet (ja auch aktuelle!!!) und der Preis sich an der lokalen Videothek orientiert (also ca 4 €/Film).
Nachdem ich verschiedene Anbieter angeschaut habe wurde mir recht schnell klar das alle (bis auf Playstation Store. Selten so einen Müll gesehen…) ihre Vor- und Nachteile haben. Da ich aber keine Lust habe die verschiedenen Anbieter hier zu vergleichen komme ich zu meinem Fazit. VoD ist in Deutschland eine unschöne Geschichte. Nur iTunes bietet ansatzweise die Filme die ich auch anschauen möchte. Vielleicht werde ich mir irgendwann ein Apple TV (wegen dem iTunes Store) kaufen aber im Moment will ich zeigen wie es mit einem Dienst aus Übersee funktioniert.

Immer wieder ist mir der Dienst Netflix in verschiedenen IT-News Seiten ins Auge gesprungen. Ich habe bis zu meinem letzten USA Aufenthalt diesen Dienst völlig ignoriert. Bis zu dem Zeitpunkt als ich auf der Suche nach einem guten VoD Dienst war.
Netflix bietet sowie auch Lovefilm einen Filmversanddienst an. Als weiteres Schmankerln kann man sich die Filme aber auch via Instant Play direkt anschauen. Am Computer mit Silverlight (was auch erstaunlich gut mit einem Mac funktioniert) aber auch mit einer aktuellen Spielekonsole. Dabei können sowohl die XBox360, PS3 als auch die WII den Dienst Netflix nutzen.

Der Nachteil: Netflix funktioniert in Deutschland nicht weil Netflix den Content nur an US IP-Adressen streamt. Dies gilt auch für den DVD Versand.

Das Problem: Wo krieg ich nun eine US IP her?

Die Idee:
– freier Proxy Server in USA (viel zu langsam; jedenfalls diese ich gestestet habe)
– Server in USA mieten und Proxy selber Betreiben (zu teuer; ich hab keinen vserver Anbieter gefunden der mir für einen einstelligen Betrag sowas vermietet)
– VPN Dienste (Definitiv Interessant. Aber man kann imho die Spielkonsolen nicht per VPN an so einen Dienst verbinden)

Die Lösung:
Ein grauenhaftes Konglomerat aus Cloud Computing mit Amazon EC2, Freeagent Dockstar und VPN on Demand.

Ich werde in den folgenden Beiträgen beschreiben wie ich Gedenke meine XBOX360 und meine PS3 ans amerikanische Netflix System anzubinden.

Sheevaplug FTDI Treiber unter Windows 7 64Bit

August 22nd, 2010

Um unter Windows 7 Zugriff auf ein Sheevaplug per USB zu erhalten muss zuerst der FTDI Treiber installieren. Diese befinden sich unter Link.
Nachdem man diese runtergeladen hat muss man 2 Dateien editieren.
FTDIBUS.INF
[FtdiHw]
%USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_00.DeviceDesc%=FtdiBus.NT,USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_00
%USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_01.DeviceDesc%=FtdiBus.NT,USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_01

[FtdiHw.NTamd64]
%USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_00.DeviceDesc%=FtdiBus.NTamd64,USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_00
%USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_01.DeviceDesc%=FtdiBus.NTamd64,USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_01

[Strings]
USB\VID_9E88&PID_9E8F.DeviceDesc="SheevaPlug JTAGKey FT2232D B"
USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_00.DeviceDesc="SheevaPlug JTAGKey FT2232D B Port A"
USB\VID_9E88&PID_9E8F&MI_01.DeviceDesc="SheevaPlug JTAGKey FT2232D B Port B"

FTDIPORT.INF

[FtdiHw]
%VID_9E88&PID_9E8F.DeviceDesc%=FtdiPort2232.NT,FTDIBUS\COMPORT&VID_9E88&PID_9E8F

[FtdiHw.NTamd64]
%VID_9E88&PID_9E8F.DeviceDesc%=FtdiPort2232.NTamd64,FTDIBUS\COMPORT&VID_9E88&PID_9E8F

[Strings]
VID_9E88&PID_9E8F.DeviceDesc="SheevaPlug JTAGKey FT2232D B Serial Port"

Dadurch erst wird der Treiber korrekt installiert und der Sheevaplug ist jetzt per Konsole erreichbar.

Gefunden habe ich das ganze hier: Georg Stich Blog

Merke Seagate FreeAgent Dockstar == Sheevaplug

August 18th, 2010

Werde ich mir wohl zwangsläufig kaufen:
Seagate FreeAgent Dockstar Netzwerk Dockingstation (USB, Gigabit Ethernet, Remote Access)

Fritz!Box Fon 7170 (andere auch?) Umstellung auf Annex A

Dezember 28th, 2008

Ich darf eine Fritz!Box 7170 mein Eigen nennen. Ich habe sie zwar früher einmal im Einsatz gehabt heute jedoch dümpelt ein Speedport W901(?) an meiner VDSL Leitung. Hardwareseitig ist es zwar dasselbe Produkt (bis auf den VDSL Chip von Texax Instruments (???) ) aber das Gerät wurde softwareseitig so kastriert, dass es die Bezeichnung AVM warscheinlich nicht verdient hat – aber das ist ein anderes Thema wozu es sich bestimmt irgendwann zu schreiben lohnt.

Hier geht es um die Fritz!Box 7170 die ich bei meinem letzten Urlaub in die Türkei mitgenommen hab. Wie mir vorher schon bewusst war setzt das ortsansässige Telekommunikationsunternehmen (TTNet) Annex A ein. Die 7170 ist jedoch ein Annex B Gerät. Nach längerem Recherchieren und zusammen suchen der Informationen sah ich mich dazu genötigt einen Blogeintrag vorzunehmen. Sollte ich wieder einmal eine Fritz!Box auf Annex A umstellen…tja jetzt könnte ich.

Vorbereitung:
Zuerst einmal sollte man eine 7170 sein Eigen nennen können oder zumindest eins vorrätig haben sollen. Ich habe die Erfahrung gemacht das die neueste Firmware meißt auch die Beste ist. Also bitte updaten!

Wenn die Fritz!Box nun mit der neuesten Version betankt ist wollen wir alles mal komplett zurücksetzen damit es auch wirklich jungfräulich ist.
Dazu schließen wir ein Analog Telefon an die Box und wählen:

#991*15901590*

Die Box sollte neustarten und alle Einstellungen sollten frische sein.
Um nun Telnet zu aktivieren wählen wir mit dem Telefon:

#96*7*

Telnet wird folgendermaßen wieder deaktiviert:

#96*8*

Die Box ist nun bereit unsere Kommandos per Telnet anzunehmen.
Wir verbinden uns nun mit Telnet auf die Box

telnet 192.168.178.1

Hier stellen wir auf Annex A um und starten die Box neu:

echo "kernel_args annex=A" > /proc/sys/urlader/environment
reboot

Die Fritz!Box ist nun auf Annex A umgestellt und DSL sollte synchronisieren.
Jetzt noch die Providerspezifischen Zugangsdaten eintragen und fertig ist das Gerät. Ich nutze das Gerät gerne für VPN damit ich auch mal ungestört auf Youtube surfen kann ohne das mir die “Sperrmeldung” des Providers entgegenspringt. Und kostenlos telefonieren über VoIP ist auch was Feines :-)

Und hier noch die Quellenangaben:
DAS Forum für VoIP und Fritz!Box
Herstellerseite der Box

Debootstrap Installation von Debian mit Knoppix Live CD

April 10th, 2008

Es hat jetzt 9 Monate gebraucht damit ich mein Blog ein wenig aktualisiere. In 9 Monaten kann so einiges passieren. Kinder können geboren werden. iPhones können auf den Markt kommen und so weiter. Warum wurde also mein Blog so stiefmütterlich behandelt bevor es überhaupt richtig eröffnet wurde?
Ganz einfach. Ich hatte keine Lust. Domain war gebucht Blog aufgesetzt (danke 1&1) und die Zeit für wichtigere Dinge eingeteilt.
Und nun zu dem kleinen How-To, dass ich schreiben wollte:
Teil 1 der Anleitung behandelt eine Debian Installation mit einer Knoppix Live CD. Der Grund für diesen Weg? Weil es geht!

Vorraussetzungen für die Installation sind:
– 1 Server mit Internetverbindung
– Hardware ist unspektakulär. “So das es läuft” + eine Festplatte reicht. (

ACHTUNG!!! MEINE INSTALLATION BASIERT DARAUF DAS DIE FESTPLATTE LEER IST BZW LEER GEMACHT WIRD!)
– eine Knoppix CD/DVD

Man könnte Knoppix jetzt mit KDE/Gnome oder sonstiges starten. Für unser Vorhaben reicht eine Konsole. Deswegen starten wir Knoppix mit folgendem Befehl mit dem Runlevel 2 (also ohne xwindow etc)

knoppix 2

nach einer nicht definierten (und hardwareabhängigen) Bootphase meldet sich unsere Konsole

als nächstes wird die Festplatte partitioniert. Ich empfehle hier für /boot eine eigene Partition. Die Partition kann man mit

cfdisk
fdisk

angelegt werden.
Meine Partitionen sehen folgendermaßen aus:

/boot mit ext2 200 MB groß (/dev/sda1)
swap 1000 MB groß (/dev/sda2)
/ ext3 79000 MB groß (bzw. der Rest der Platte) (/dev/sda3)

Nachdem wir die Festplatte partitioniert haben werden die Dateisysteme erstellt.

mkfs.ext2 /dev/sda1
mkfs.ext3 /dev/sda3
mkswap /dev/sda2

Für die Chroot Umgebung müssen wir noch ein Verzeichnis erstellen

mkdir /debinst

und jetzt mounten wir unsere Festplatten auf dieses Verzeichnis und erstellen ein mountpoint für die boot Partition

mount /dev/sda3 /debinst
mkdir /debinst/boot
mount /dev/sda1 /debinst/boot

Damit wäre das System zur Installation vorbereitet. Mit einem vorbereiteten System können wir uns jetzt in die Installation stürzen.
Debootstrap wird uns dabei die komplette Arbeit abnehmen. Wir installieren damit ein völliges Minimalsystem, das wir dann von grundauf
aufbauen können.

debootstrap etch /debinst

Wenn gewünscht kann auch gleich der gewünschte Mirror mit angegeben werden

debootstrap etch /debinst http://ftp.us.debian.org/debian

Nach einer Weile ist das System installiert. Um nun ein vollwertiges System zu haben mounten wir noch das proc Verzeichnis in unser System

mount -t proc none /debinst/proc

und löschen noch einige Konfigurationsdateien die wir für unser System neu schreiben

cd /debinst/etc
rm hostname resolv.conf localtime
cp /etc/resolv.conf .
cp /usr/share/zoneinfo/Europe/Berlin localtime
echo Debian > hostname

Damit unser System nachher auch die Festplatte erkennt bearbeiten wir noch unsere fstab Datei

vi /debinst/etc/fstab

proc /proc proc defaults 0 0
/dev/sda1 /boot ext2 defaults 0 1
/dev/sda2 none swap sw 0 0
/dev/sda3 / ext3 defaults,errors=remount-ro 0 1

Zuletzt noch eine Grundlegende Netzwerkkonfiguration (setzt vorhandenen DHCP Server vorraus)

vi /debinst/etc/network/interfaces

auto lo
iface lo inet loopback

auto eth0
iface eth0 inet dhcp

Soweit so gut. Wir haben jetzt ein sauber konfiguiertes debootstraptes System. Mit chroot setzen wir unser Rootverzeichnis auf das vorhandene System

chroot /debinst

Schnell noch das System aktualisieren

apt-get update; apt-get dist-upgrade

was uns fehlt sind noch lilo ssh und eine Systemprogramme:

apt-get install wget bzip2 lilo pciutils ssh

Beim Kernelbacken scheiden sich die Geister. Ich persönlich entscheide von Fall zu Fall zum Backen eines eigenen Kernels oder die von Debian angebotenen Kernel.

In dieser Anleitung nehmen wir den Kernel aus dem Debian repository:

apt-cache search linux-image

Hier die aktuellste aussuchen und installieren:

apt-get install linux-image-2.6.18-6-686

Die Frage nach dem symbol link bejahen wir die nächste Warnung mit dem Hinweis ob wir abbrechen wollen wird dagegen verneint

So das System ist installiert und konfiguriert. Was hier noch fehlt ist der Bootloader. Hier kann man sich nehmen was einem Recht ist.
Ich nutze lilo:

vi /etc/lilo.conf

boot=/dev/sda1
root=/dev/sda3
image=/boot/vmlinuz-2.6.18-6-686
initrd=/boot/initrd.img-2.6.18-6-686
label=Linux

Und wir erstellen noch die Devicedateien für unsere Festplatte und das CDROM Laufwerk:
cd /dev/; MAKEDEV sda sdb

Um den Bootloader in die MBR zu schreiben verlassen wir unser chroot und schreiben die MBR mit folgenden Befehlen:

exit

cp /debinst/etc/lilo.conf /etc/

die vorhandene Datei muss dabei überschrieben werden.

lilo

install-mbr /dev/sda

reboot

Das wärs. Das System sollte so hochfahren mit dem vorkonfiguierten System.
Für die Aufmerksamen unter euch. Ja ich habe kein root passwort. Das sollte man spätestens nach dem ersten Login setzen oder bevor man sein chroot verlässt.